Chlorothalonil und dessen Abbauprodukte im Grundwasser

Nach dem sich die Coronakrise etwas beruhigt hat, ist in diesen Tagen das Thema Chlorothalonil-Rückständen im Trinkwasser wieder aktuell. In der Presse ist zu lesen, dass das Grundwasser mit Abbauprodukten des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil «erheblich» verunreinigt ist. Wie eine neue Analyse des Bundesamts für Umwelt ergab, soll in 12 Kantonen der Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter Wasser überschritten sein.

Der Wirkstoff Chlorothalonil wurde in der Landwirtschaft verwendet und daher ist es nicht überraschend, dass Rückstände im Grundwasser gefunden werden, wie vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV zu vernehmen ist. Der Bund hat Chlorothalonil neu als «wahrscheinlich krebserregend» eingestuft und die Anwendung per Anfang 2020 verboten.


Wettinger Trinkwasser ist weiterhin uneingeschränkt konsumierbar
Aufgrund des eingeführten Monitorings der Wasserqualität in Bezug auf Chlorothalonil und dessen Abbauprodukten wurden in Wettingen das Grundwasser und sämtliche Quellen Mitte März 2020 und Anfangs April 2020 untersucht. Bei sämtlichen Quellen sind das Chlorothalonil sowie alle Abbauprodukte unter der Bestimmungsgrenze der entsprechenden Messmethode. Beim Grundwasser ist das Chlorothalonil selber nicht nachweisbar und die Abbauprodukte liegen weit unter dem Grenzwert des Bundesamtes.
Das Verbot des Einsatzes von Chlorothalonil wird Schweiz weit zu einem Rückgang der Konzentration seiner Metaboliten im Grundwasser führen. Das kann aber noch Jahre dauern. Wir werden die Situation weiter im Auge behalten und das eingeführte Monitoring aufrechterhalten.

Wichtig für unsere geschätzten Kundinnen und Kunden
Das Wettinger Trinkwasser bleibt ein sicheres Lebensmittel und kann weiterhin ohne Einschränkungen konsumiert werden.
Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

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Datum der Neuigkeit 13. Mai 2020
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