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Chlorothalonil und dessen Abbauprodukte im Grundwasser

Das kantonale Amt für Verbraucherschutz hat die Wasserversorger über zusätzliche Massnahmen im Zusammenhang mit Chlorothalonil-Rückständen im Trinkwasser informiert. Zudem werden die Untersuchungen auf ein weiteres Chlorothalonil-Abbauprodukt ausgedehnt. Es ist davon auszugehen, dass rund zwei Drittel der Trinkwasserfassungen im Kanton diesbezüglich erhöhte Rückstandswerte aufweisen werden.

Seit Beginn dieses Jahres ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, die den Wirkstoff Chlorothalonil enthalten, verboten. Mit diesem Verbot hat das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) die wichtigste Massnahme ergriffen, um eine Belastung des Trinkwassers durch Abbauprodukte von Chlorothalonil zu reduzieren.
Hintergrund des Verbots ist eine Neubewertung von Chlorothalonil, die im Jahr 2019 durch die zuständigen Bundesstellen stattgefunden hat. Neu gelten sämtliche Abbauprodukte von Chlorothalonil als relevant. Entsprechend ist die Überwachung anzupassen. Auf welche Abbauprodukte die Überwachung ausgerichtet werden soll, hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) den Kantonen am 30. Januar 2020 mittels Schreiben mitgeteilt. Zusätzlich zum bereits untersuchten Abbauprodukt Chlorothalonilsulfonsäure (R417888) wird die Überwachung eines weiteren Abbauprodukts mit der Bezeichnung R471811 empfohlen. Dies auch zur Beobachtung des Rückgangs der Konzentration im Trinkwasser.
Aufgrund erster Resultate ist davon auszugehen, dass in rund zwei Dritteln der Trinkwasserfassungen erhöhte Mengen des Abbauprodukts R471811 gefunden werden. Es handelt sich dabei allerdings um einen Stoff, der nicht dieselben Eigenschaften hat wie die Ausgangssubstanz Chlorothalonil. R471811 ist nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht als krebserregend eingestuft. 


Wettinger Trinkwasser ist weiterhin uneingeschränkt konsumierbar
Aufgrund der Neubewertung wurde das Trinkwasser in Wettingen am 6. Februar 2020 auf insgesamt 62 Pestizide und deren Abbauprodukte untersucht. Dabei war nur das zweite Abbauprodukt R471811 messbar, die Konzentration liegt jedoch unter dem Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter. Das Clorothalonil selber sowie das erste Abbauprodukt R417888 liegen unter der Bestimmungsgrenze, das heisst, sie konnten nicht nachgewiesen werden.
Das Verbot des Einsatzes von Chlorothalonil wird zu einem Rückgang der Konzentration seiner Metaboliten im Grundwasser führen. Wir haben ein Monitoring aufgezogen welches uns den Verlauf der Konzentration im Trinkwasser aufzeigt. 
Das Wettinger Trinkwasser bleibt ein sicheres Lebensmittel. Es kann weiterhin ohne Einschränkungen konsumiert werden.
Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

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Datum der Neuigkeit 11. Feb. 2020